Was tun nach dem Abi? Etwa ein Viertel der Schulabgänger mit Abitur entscheiden sich nach dem Schulabschluss, eine Berufsausbildung zu machen. Wenn ihr euch weniger für Theorie als vielmehr für praktische Tätigkeiten interessiert und geeignet fühlt, ist für euch eine Ausbildung wahrscheinlich das Richtige. Im Unterschied zum Studium sind Ausbildungen kürzer und einfacher zugänglich, da man beispielsweise keinen Numerus Clausus erfüllen muss. Ihr seid früher finanziell unabhängig und habt oft bessere Chancen, einen Beruf zu finden. Außerdem erleichtert eine Ausbildung meist auch ein späteres Studium, da es praktische Kenntnisse in dem zu studierenden Bereich vermittelt. Auch als Überbrückungsmöglichkeit für die Wartezeit bei einem Numerus-Clausus-Fach ist eine Ausbildung denkbar. Zur Orientierung, in welche berufliche Richtung ihr gehen wollt, können Schüler- und Schnupperpraktika von Vorteil sein (siehe Praktikum). Sie verschaffen euch einen Einblick in die täglichen Arbeitsabläufe des Betriebes und helfen, nützliche Kontakte zu knüpfen. Wenn ihr beim Ausbildungsleiter einen guten Eindruck hinterlasst, lädt er euch bei einer späteren Bewerbung vielleicht eher zu einem Vorstellungsgespräch ein. Auch ein Treffen mit Berufsberatern einer Agentur für Arbeit kann hilfreich sein.
Schulische Berufsausbildung
Bei der
schulischen Ausbildung werdet ihr an einer Berufsfachschule bzw.
einem Berufskollege unterrichtet. Da diese Art der Ausbildung durch
die Länder geregelt wird, gibt es manche schulischen Ausbildungen
nur in bestimmten Bundesländern. Im theoretischen und praktischen
Unterricht an den Schulen lernt ihr alles Wichtige für euren Beruf.
Einblick in den Berufsalltag erhaltet ihr durch Praktika, bei denen
ihr das Gelernte anwenden könnt.
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Betriebliche Ausbildung / Duale Berufsausbildung
Es gibt ca. 350 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe, die im dualen System ausgebildet werden. Sie sind in ganz Deutschland einheitlich geordnet, haben eine offizielle Bezeichnung und sowohl Länge als auch Inhalt und zeitlicher Ablauf sind festgelegt. Duales System heißt: eure Ausbildung findet sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule statt, wobei ihr die meiste Zeit im Betrieb verbringt. Ihr seid verpflichtet einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen abzuschließen. Die theoretischen Grundlagen erlernt ihr in der Berufsschule. Den praktischen Teil hingegen im Betrieb.
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Die
Sonderausbildungen der Wirtschaft orientieren sich an betrieblichen
Abläufen, sind aber stärker auf die Belange von Abiturienten
zugeschnitten. Hierbei wird eine reguläre betriebliche
Berufsausbildung mit einer berufs- und/oder firmenspezifischen Zusatzqualifikation
verbunden. Die überwiegende Anzahl der Ausbildungsangebote dieser
Art gibt es im kaufmännisch- betriebswirtschaftlichen Sektor.
Allerdings ist das Angebot
an Abiturientenausbildung inzwischen recht klein. Einige Firmen haben
ihre früheren Abiturientenausbildungen inzwischen in Duale
Studiengänge umgewandelt.
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Duales Studium
Duale
Studiengänge verknüpfen ein Studium an einer
Hochschule/Berufsakademie mit einer Berufsausbildung. Hierbei
wechseln sich der Unterricht an der Schule und
die praktischen Phasen im Betrieb ab. Die Dauer der Phasen ist je
nach Hochschule und Ausbildung unterschiedlich. 3-Monats-Phasen sind
jedoch sehr geläufig. Da Hochschulen und Betriebe eng
zusammenarbeiten, ist euch ein geregelter Ablauf garantiert. Am Ende
habt ihr nicht nur einen Studienabschluss (meistens der Bachelor)
sondern auch einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf.